Licht und Lebensqualität
Studie in Pflegeheim St. Katharina zeigt Zusammenhänge auf

23.06.2009 - Bewirkt ein höherer, dynamisch geregelter Lichteintrag bei älteren Menschen eine Steigerung des Wohlbefindens und der sozialen Aktivität? Zumtobel stellte die Ergebnisse der Studie in Wien vor.

Licht und Lebensqualität
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Zumtobel
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Über einen Zeitraum von 15 Monaten führte Zumtobel in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum Licht und weiteren Partnern in der Demenzabteilung des Pflegeheims St. Katharina in Wien  eine Studie durch. Die Untersuchung hatte vor allem zum Ziel, zu prüfen welche Faktoren – Beleuchtungsstärke oder spektrale Zusammensetzung des Lichtes sowie dessen dynamischer Verlauf – sich positiv auswirken.

Am 16. Juni präsentierte Zumtobel die Ergebnisse der Studie in Wien.
Hauptergebnis der Studie ist: Licht in hohen Mengen kann den circadianen Rhythmus von älteren Menschen, insbesondere pflegebedürftigen Personen, die keinen regelmäßigen Zugang zu natürlichem Tageslicht haben, verbessern.

Ergebnisse der Studie (.PDF/3MB)
 
Aufgrund der Notwendigkeit einer Grundsanierung ergab sich im Altenheim St. Katharina in Wien die Möglichkeit auf der neu eingerichteten Demenzstation eine entsprechende Beleuchtungsanlage – Lichtdecken, mit denen unterschiedliche Lichtsituationen erzeugt werden konnten – zu installieren und die Wirkungen auf die Bewohner zu untersuchen. Dazu wurde das Verhalten der Bewohner insbesondere hinsichtlich der Kommunikation und Interaktion untereinander und mit den Pflegekräften beobachtet, dokumentiert und ausgewertet.

Ergebnisse:
• Die Bewohner kommunizieren intensiver mit dem Pflegepersonal, besonders nachmittags.
• Bei allen Lichtsituationen ist eine Zunahme der Kommunikation festgestellt worden.
• Die Bewohner beteiligen sich häufiger – besonders bei den biologisch wirksamen Lichteinstellungen – an hauswirtschaftlichen Aktivitäten wie Kuchen backen, Essensvorbereitungen und ähnlichem.
• Soziale Aktivitäten wie Bastelen, Singen usw.  werden vermehrt  bei Lichtsituationen mit hohen Beleuchtungsstärken besucht.

Die gestiegenen sozialen Aktivitäten weisen auf eine Verbesserung der Lebensqualität für die Bewohner der Pflegestation hin.

Ausblick:
Die Forschung wird fortgesetzt. In weiteren Altenheimen sind Untersuchungen vorgesehen, bei denen speziell das Schlafverhalten stärker beachtet wird. Darüber hinaus lässt sich die Beleuchtungsanlage optimieren, um auch mit geringeren Beleuchtungs-niveaus und verbesserter Dynamik arbeiten zu können.